Eine gute Webseite erkennst Du nicht am schicken Layout allein. Sie erfüllt einen Zweck, lädt schnell, wird gefunden und wirkt seriös. Wer eine eigene Seite plant, profitiert von ein paar klaren Merkmalen, an denen sich jeder Entwurf messen lässt.
Diese sechs Punkte sind Dein Kompass. Sie helfen Dir, ein Angebot einzuschätzen, mit Deiner Agentur auf Augenhöhe zu sprechen und teure Umwege zu vermeiden. Wie unterschiedlich „gut“ dabei in anderen Märkten aussieht, zeigt Dir der Beitrag Webdesign rund um die Welt.
Ein klares Ziel
Bevor das erste Pixel steht, muss feststehen, was die Seite leisten soll. Soll sie Anfragen bringen, einen Termin füllen, ein Produkt verkaufen oder einfach Vertrauen schaffen? Jede gute Webseite beantwortet diese Frage in den ersten Sekunden.
Ohne Ziel wird die Startseite zur Materialsammlung, und der Besucher weiß nicht, was er tun soll. Definiere früh, welche Handlung am Ende stehen soll. Den Test machst Du selbst: Schau auf Deine Startseite und frag Dich, welcher Button am Ende geklickt werden soll. Wie Du das sauber festlegst, zeigt Dir Website-Ziele definieren.
Schnell und mobil
Die meisten Besucher kommen über das Handy. Eine gute Webseite passt sich jedem Bildschirm an und bleibt mit dem Daumen bedienbar. Schrift, Buttons und Bilder ordnen sich um, statt am Rand abzuschneiden.
Genauso wichtig ist die Ladezeit. Wer länger als zwei, drei Sekunden warten muss, ist oft schon wieder weg. Du merkst es selbst, wenn Du Deine Seite unterwegs im Mobilfunknetz öffnest und ungeduldig wirst. Die Grundlagen liefern Responsive Design und Mobile First; konkrete Stellschrauben für das Tempo findest Du unter Deine Seite schneller machen.
Auffindbar
Eine Seite, die niemand findet, hilft niemandem. Eine gute Webseite ist so aufgebaut, dass Suchmaschinen verstehen, worum es geht: sprechende Überschriften, klare Texte, sinnvolle Seitentitel.
Du musst dafür kein Profi werden, aber die Grundlagen kennen. Ein einfacher Test: Tippe Deinen Firmennamen samt Ort bei Google ein und schau, ob Du auf der ersten Seite auftauchst. Ob und wann sich der Aufwand lohnt, ordnet Wer braucht SEO für Dich ein.
Vertrauenswürdig
Wer Dich nicht kennt, sucht nach Gründen, Dir zu glauben. Ein vollständiges Impressum, eine erreichbare Kontaktmöglichkeit, echte Fotos und transparente Preise oder Leistungen machen aus einem Fremden einen Interessenten.
Seriosität ist ein Bauchgefühl, das sich aus sichtbaren Elementen speist. Ein Stockfoto-Team statt echter Gesichter fällt schnell auf und kostet genau dieses Vertrauen. Welche Elemente es im Einzelnen sind, sammelt der Beitrag Vertrauenselemente auf der Website.
Klar bedienbar
Eine gute Webseite führt den Besucher, statt ihn zu fordern. Die Navigation ist überschaubar, die wichtigsten Punkte sind mit einem Blick erreichbar, und jeder Klick führt dahin, wo er hinführen soll.
Klarheit schlägt Kreativität: Wer raten muss, wo etwas liegt, springt ab. Lass eine Person, die Deine Seite nicht kennt, in fünf Sekunden Deine Telefonnummer finden, gelingt das nicht, ist die Führung zu schwach. Die Begriffe rund um Menüs erklärt Navigation und Menüführung, die Prinzipien dahinter Usability-Grundlagen.
Aktuell und gepflegt
Eine Webseite ist kein Möbelstück, das man einmal hinstellt. Veraltete Preise, tote Links oder ein Copyright von vor drei Jahren senden ein klares Signal: hier kümmert sich niemand. Regelmäßige Pflege hält die Seite sicher, schnell und glaubwürdig.
Plane den Aufwand von Anfang an mit ein, statt ihn später zu verdrängen. Schon ein fester Termin im Quartal, an dem Du Preise, Öffnungszeiten und Links durchgehst, hält die Seite glaubwürdig. Was sonst noch dazugehört, fasst Pflege von Webseiten zusammen.
Fazit
Eine gute Webseite hat ein Ziel, ist schnell und mobil, auffindbar, vertrauenswürdig, klar bedienbar und gepflegt. An diesen sechs Merkmalen kannst Du jeden Entwurf messen, bevor Du Geld in die Hand nimmst.
Wenn Du Deine bestehende Seite in einer Viertelstunde selbst durchchecken willst, führt Dich der Webseiten-Grundcheck Schritt für Schritt durch die wichtigsten Punkte.