06.06.2026 | Lesezeit: ca. 4 Minuten

Standardseiten einer Website — das Grundgerüst

Das Grundgerüst jeder Website

Mehrere Seiten-Karten als Sitemap-Struktur mit Start-, Über-uns- und Kontaktseite

Besucher kommen mit einer festen Erwartung auf Deine Website. Sie suchen die Startseite, schauen unter „Über uns“ nach, wer dahintersteckt, klicken auf „Leistungen“ und greifen am Ende zum Kontakt. Diese paar Seiten bilden ein Grundgerüst, das fast jede Website trägt.

Wenn Du Deine erste Seite planst, musst Du dieses Gerüst nicht neu erfinden. Du füllst es nur mit Deinen Inhalten. Das spart Planungszeit und sorgt dafür, dass sich Besucher sofort zurechtfinden, weil sie genau diese Struktur kennen.

Die Startseite als Wegweiser

Die Startseite ist der Raum, den die meisten Besucher zuerst betreten. Sie beantwortet drei Fragen in wenigen Sekunden: Worum geht es hier, für wen ist das gemacht und was soll ich als Nächstes tun.

Pack hier nicht alles hinein, was Du anzubieten hast. Die Startseite ist ein Wegweiser, der den Blick lenkt: ein klares Versprechen oben, darunter die wichtigsten Angebote angerissen, dazu ein sichtbarer Weg zum Kontakt. Die Tiefe kommt auf den Unterseiten.

Gut funktioniert die Startseite, wenn ein fremder Mensch nach fünf Sekunden sagen kann, was Du tust und für wen. Wie diese Bereiche oben, in der Mitte und unten zusammenspielen, zeigt der Beitrag zum Aufbau einer einzelnen Seite genauer.

Über uns — wer hinter dem Angebot steht

Menschen kaufen bei Menschen. Die „Über uns“-Seite gibt Deinem Angebot ein Gesicht und beantwortet die stille Frage jedes Besuchers: Kann ich diesen Leuten vertrauen?

Erzähl, wer Du bist, seit wann Du das machst und was Dich antreibt. Ein echtes Foto wirkt stärker als ein Stockbild, ein konkreter Werdegang stärker als Floskeln über Leidenschaft und Qualität. Auch eine Ein-Personen-Firma profitiert von dieser Seite, gerade dann zählt das Persönliche.

Diese Seite ist Dein Vertrauensanker. Sie muss nicht lang sein, aber sie sollte ehrlich klingen und zeigen, dass hinter der Website ein ansprechbarer Mensch steht.

Leistungen und Angebot konkret zeigen

Auf der Leistungsseite wird konkret, was Du verkaufst. Besucher, die bis hierher klicken, haben Interesse und wollen wissen, ob Du ihr Problem löst und was sie erwartet.

Beschreibe jede Leistung aus Sicht des Kunden: Welches Problem löst sie, wie läuft die Zusammenarbeit ab, was springt für ihn dabei heraus. Bei mehreren Angeboten hilft eine Gliederung in einzelne Blöcke, damit niemand suchen muss.

  • Klarheit vor Vollständigkeit: Lieber drei Leistungen verständlich erklärt als zwölf in Stichworten.
  • Nutzen vor Fachbegriff: Sag, was der Kunde davon hat, bevor Du die Methode benennst.
  • Ein nächster Schritt: Jede Leistung endet mit einem klaren Weg zum Kontakt oder Angebot.

Diese Seite darf wachsen, wenn Dein Angebot wächst. Beginne schlank und ergänze, sobald ein Bereich genug Substanz für eine eigene Unterseite hat.

Die Kontaktseite ohne Hürden

Die Kontaktseite ist das Ziel der ganzen Reise. Hier entscheidet sich, ob aus einem Besucher eine Anfrage wird. Jede unnötige Hürde kostet Dich an dieser Stelle echte Interessenten.

Zeig Deine Kontaktwege offen und vollständig: Telefonnummer, E-Mail, bei Bedarf ein kurzes Formular. Auf Mobilgeräten sollten Nummer und E-Mail direkt antippbar sein, damit niemand abtippen muss. Ein Formular mit drei Feldern wird häufiger ausgefüllt als eines mit zehn.

Nimm dem Besucher die Unsicherheit, indem Du sagst, was nach dem Absenden passiert, etwa eine Antwort binnen 24 Stunden oder ein kostenfreies Erstgespräch. Mehr dazu, wie gut erreichbare Kontaktwege wirken, findest Du im kurzen Check Deiner Seite.

Impressum und Datenschutz nicht vergessen

Zwei Seiten gehören in Deutschland auf jede geschäftliche Website, ob Du willst oder nicht: Impressum und Datenschutzerklärung. Sie sind Pflicht und ihr Fehlen kann teure Abmahnungen nach sich ziehen.

Das Impressum nennt, wer für die Seite verantwortlich ist, mit ladungsfähiger Anschrift und Kontaktmöglichkeit. Die Datenschutzerklärung erklärt, welche Daten Deine Seite verarbeitet und warum. Beide gehören gut erreichbar in den Footer, sodass sie von jeder Seite aus mit einem Klick auffindbar sind.

Inhaltlich solltest Du diese Texte ernst nehmen statt aus einer fremden Seite zu kopieren. Ein seriöser Generator oder eine kurze Rücksprache mit fachkundiger Stelle sorgt dafür, dass die Angaben zu Deinem Geschäft passen.

So ordnest Du die Seiten sinnvoll an

Die einzelnen Seiten entfalten ihre Wirkung erst in der richtigen Reihenfolge. Das Hauptmenü führt die zentralen Seiten in der Reihenfolge, in der ein Besucher sie braucht: erst das Angebot verstehen, dann Vertrauen fassen, dann Kontakt aufnehmen.

Eine bewährte Anordnung sieht so aus:

  1. Startseite: der Einstieg und Wegweiser.
  2. Leistungen: das konkrete Angebot.
  3. Über uns: die Menschen dahinter.
  4. Kontakt: der Weg zur Anfrage.

Impressum und Datenschutz landen in den Footer, nicht ins Hauptmenü, denn dort werden sie erwartet und stören die Hauptnavigation nicht. Welche Wege Besucher durch Deine Seite nehmen und wie das Menü sie führt, beschreibt der Beitrag zur Navigation einer Website.

Fazit

Fast jede Website trägt dasselbe Grundgerüst: Startseite, Über uns, Leistungen, Kontakt und die Pflichtseiten im Footer. Wer dieses Gerüst kennt, plant zielgerichtet statt aus dem Bauch und gibt Besuchern die Struktur, die sie ohnehin erwarten.

Fang mit diesen wenigen Seiten an und füll sie sauber mit Inhalt. Spezialseiten wie Blog, Shop oder einzelne Landingpages kannst Du später ergänzen, sobald Dein Angebot danach verlangt. Ob ein einzelner One-Pager schon ausreicht oder eine mehrseitige Struktur besser passt, klärt der Beitrag One-Pager oder mehrseitige Website.